DCQL
DCQL, die Digital Credentials Query Language, ist das JSON-Format, das eine Relying Party innerhalb einer OpenID4VP-Präsentationsanfrage nutzt, um zu beschreiben, welche Credentials und welche Claims darin sie sehen möchte, und zwar so, dass jedes konforme Wallet dies ohne eine individuelle Integration verarbeiten kann.
Eine DCQL-Abfrage listet eine Credential Query pro Credential auf, die der Verifier benötigt, jeweils mit einem Format wie mdoc oder SD-JWT VC, einem Typfilter und den konkret offenzulegenden Claims. Die optionalen claim_sets erlauben es einer einzelnen Abfrage, alternative, priorisierte Gruppen von Claims anzubieten, sodass das Wallet auf eine gröbere Prüfung ausweichen kann, wenn eine präzise nicht verfügbar ist, und die optionalen credential_sets können bestimmte Kombinationen über mehrere Credential Queries hinweg verlangen. DCQL ist direkt in der OpenID4VP-Spezifikation definiert statt als eigenständiges Dokument und ersetzt eine frühere Abhängigkeit von DIF Presentation Exchange für OpenID4VP-Anfragen: Es ist bewusst kleiner, ohne Input Descriptor Groups oder Submission Requirements, und drückt formatspezifische Bedingungen direkt in der Abfrage aus statt über einen generischen JSON-Schema-Filter. Das EUDI-Wallet-Ökosystem hat DCQL für OpenID4VP-Präsentationen standardisiert. Ein ausgearbeitetes Beispiel mit Anfrage und Antwort finden Sie unter DCQL erklärt.
Verwandte Begriffe
Wie unterscheidet sich DCQL von DIF Presentation Exchange?
Beide beschreiben, was ein Verifier von einem Wallet möchte, doch DCQL ist auf OpenID4VP begrenzt und direkt in dieser Spezifikation definiert, während Presentation Exchange eine eigenständige DIF-Spezifikation ist, die auch andere Protokolle abdeckt. DCQL ist bewusst kleiner und drückt formatspezifische Bedingungen, etwa einen mdoc-Doctype oder einen SD-JWT-VC-Typ, direkt in einem Query-Objekt aus statt über einen generischen JSON-Schema-Filter. Das EUDI-Wallet-Ökosystem hat DCQL für OpenID4VP-Präsentationen standardisiert.