eIDAS 2.0 und die Zukunft der digitalen Identität
Die überarbeitete eIDAS-Verordnung der Europäischen Union führt einen verbindlichen Rahmen für digitale Identität in allen Mitgliedstaaten ein. Sie schreibt die europäische digitale Identitäts-Wallet vor und schafft die rechtliche Grundlage für Organisationen, um Nachweise auszustellen, zu halten und zu verifizieren, die grenzüberschreitend anerkannt werden. Credenco ist von Grund auf für diese Realität konzipiert.
Die Business Wallet entdeckenWas ist eIDAS 2.0?
eIDAS 2.0 ist die Überarbeitung der europäischen Verordnung von 2014 über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste. Während sich die ursprüngliche Verordnung hauptsächlich auf elektronische Signaturen konzentrierte, erweitert die Überarbeitung von 2024 den Anwendungsbereich erheblich: Sie führt die europäische digitale Identitäts-Wallet als verbindliche Infrastruktur für alle EU-Mitgliedstaaten ein.
Für Organisationen bedeutet dies einen rechtlichen Rahmen für die Ausstellung und Verifizierung digitaler Nachweise – von Unternehmensregistrierungen und steuerlichen Unbedenklichkeitsbescheinigungen bis hin zu beruflichen Qualifikationen und Versicherungsnachweisen. Unter eIDAS 2.0 ausgestellte Nachweise besitzen Rechtsgültigkeit in allen 27 Mitgliedstaaten.
Die Verordnung orientiert sich an offenen Standards (W3C Verifiable Credentials, OpenID4VC), um Interoperabilität sicherzustellen. Jede Wallet, die die technischen Anforderungen erfüllt, kann teilnehmen – das verhindert Anbieterbindung und ermöglicht ein echtes europäisches Ökosystem digitalen Vertrauens.
Warum es wichtig ist
Bis 2026 müssen EU-Mitgliedstaaten Bürgern und Unternehmen Zugang zu einer digitalen Identitäts-Wallet bereitstellen. Organisationen, die identitätsbezogene Dokumente ausstellen oder verifizieren – von Handelskammern über Banken und Versicherer bis hin zu Beschaffungsplattformen – werden zunehmend mit überprüfbaren Nachweisen statt PDFs und E-Mails arbeiten.
Frühe Anwender gewinnen einen strukturellen Vorteil: schnelleres Onboarding, geringeres Betrugsrisiko, automatisierte Compliance-Prüfungen und Bereitschaft für verbindliche Vorschriften, bevor diese in Kraft treten. Organisationen, die abwarten, sehen sich einem komprimierten Übergangszeitraum mit höheren Kosten und Störungen gegenüber.
Standards, auf denen wir aufbauen
Credenco implementiert den vollständigen Stack europäischer und internationaler Standards für digitale Identität und überprüfbare Nachweise.
eIDAS 2.0
Die überarbeitete europäische Verordnung über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste. Sie schreibt die europäische digitale Identitäts-Wallet vor und schafft einen rechtlichen Rahmen für überprüfbare Nachweise in allen EU-Mitgliedstaaten.
W3C Verifiable Credentials
Der globale offene Standard für digital überprüfbare Aussagen. In diesem Format ausgestellte Nachweise können unabhängig verifiziert werden, ohne den Aussteller zu kontaktieren.
OpenID4VC
Eine Reihe von Protokollen (OID4VCI, OID4VP), die eine interoperable Ausstellung und Präsentation von Nachweisen zwischen Wallets und Prüfern ermöglicht.
DSGVO
Europas Datenschutz-Grundverordnung. Die Privacy-by-Design-Architektur von Credenco bedeutet, dass personenbezogene Daten beim Inhaber verbleiben – niemals auf einem zentralen Server.
EBSI
Die European Blockchain Services Infrastructure bietet ein grenzüberschreitendes Vertrauensregister für überprüfbare Nachweise und stellt sicher, dass Ausstellern und Prüfern EU-weit vertraut werden kann.
Wie Credenco sich ausrichtet
Die Business Wallet von Credenco ist von Grund auf darauf ausgelegt, die Anforderungen von eIDAS 2.0 zu erfüllen. Sie implementiert W3C Verifiable Credentials, OpenID4VC für die Ausstellung und Präsentation von Nachweisen und integriert sich mit EBSI-Vertrauensregistern – wodurch sichergestellt wird, dass jeder über Credenco ausgestellte Nachweis das standardbasierte Vertrauen trägt, das die Verordnung verlangt.
Die gesamte Infrastruktur läuft auf europäischen Cloud-Anbietern. Personen- und Organisationsdaten werden in Wallets gespeichert, niemals auf zentralen Servern. Diese Privacy-by-Design-Architektur ist keine Nachrüstung – sie ist ein Kernprinzip, das sich direkt sowohl an der DSGVO als auch an den Wallet-Anforderungen von eIDAS 2.0 orientiert.